Warum und für wen lohnt es sich, das Tauchen zu erlernen?

Für begeisterte und erfahrene Taucher ist es immer wieder aufs Neue eine Entdeckungsreise und ein besonderes Erlebnis, in die wunderbare Unterwasserwelt einzutauchen.

Die meisten Menschen sind schon total fasziniert, wenn sie diese Einzigartigkeit auch nur am Fernseher oder in einem Aquarium bewundern können. Doch es ist kein Vergleich, das Gefühl von Abenteuer beim Tauchen direkt und in aller Ruhe erleben zu können. Für viele Menschen ist das Tauchen nicht nur eine Sportart, sondern zu einer Leidenschaft geworden, diese Vielfalt der Farben und Lebewesen zu entdecken.

Der Tauchsport ist nicht nur während des Urlaubs in tropischen Gewässern lohnenswert. Auch in unseren Breitengraden bieten kristallklare Bergseen, die Nord- oder Ostsee und andere Gewässer hervorragende Gelegenheiten, die einheimischen Fisch- und Pflanzenarten unter Wasser zu erforschen.

Das Tauchen lernen ist von ein paar Bedingungen und Voraussetzungen abhängig. Eine vorzeitige Klärung dieser Punkte ist deshalb hilfreich und nützlich, um an diesem Sport auch wirklich Gefallen zu finden und die Begeisterung zu wecken.




Anzeige

Welche Voraussetzungen sind nötig beim Tauchen lernen?

Eine der Grundvoraussetzungen ist die, dass man sich im Wasser wohlfühlen sollte. Um das festzustellen, ist es hilfreich, einfach mal schnorcheln zu gehen. Im Urlaub am Meer oder auch einfach während der Freizeit kann dies an einem See ausgiebig getestet werden.

Eine weitere sinnvolle Gelegenheit ist es auch, einen Schnupperkurs zum Tauchen mit einer kompletten Ausrüstung im Schwimmbad zu belegen. Dieser wird mittlerweile von vielen Schwimmbädern für einem geringen Kostenbeitrag angeboten.

Jeder Mensch, der körperlich fit ist kann grundsätzlich Tauchen lernen. Nicht nur zu eigenen Sicherheit ist vorab eine ärztliche Untersuchung empfehlenswert, da in manchen Ländern die Vorlage eines solchen Zertifikates verlangt wird. In anderen Ländern wiederum reicht es aus, vor dem Tauchen einen Gesundheitsfragebogen auszufüllen.

Folgende Dinge sind für das Tauche lernen am Wichtigsten:

  • Die richtige Ausbildung
  • Die passende Ausrüstung
  • Eine regelmäßige Wartung dieser Ausrüstung
  • Die Prüfung der gesundheitlichen Voraussetzungen
  • Das Einhalten von Regeln und Sicherheitsmaßnahmen

Zurück zu den besten Tipps zum kraulen lernen.

Wo kann ich am besten Tauchen lernen?

Mittlerweile bieten viele Reiseveranstalter Tauchkurse in ihren Programmen direkt mit an. Hier muss jedoch meist vor Ort in wenigen Tagen das Wesentliche schnell vermittelt werden. Zur Belohnung lernt man bei dieser Wahl natürlich direkt mit der Vielseitigkeit von bunten Fischen und der Pflanzenarten kennen.

Verschiedenen Verbände bieten mittlerweile auch das

E-Learning an. Das bedeutet, dass man sich selbst zu Hause bereits einen großen Teil der Theorie vermitteln kann und dafür keine wertvolle Urlaubszeit verloren geht.

Dagegen finden die ersten Tauchgänge im Verein oder in der Tauchschule meist zuerst im klaren Wasser eines Schwimmbades und dann später in kalten und dunklen Seen statt. Diese haben deutlich weniger für das Auge zu bieten und man lernt dabei auch die Strömungen des Meeres nicht kennen.

Dafür ist die Tauchausbildung jedoch oft viel gründlicher und umfangreicher als während der kurzen Urlaubszeit am Meer. Wer sich für eine Tauchschule in der Heimat entscheidet, wird in der Regel von sehr erfahrenen Tauchlehrern ausgiebig geschult und dadurch auch sicher auf die Tauchziele in aller Welt vorbereitet.

Die Bezeichnungen PADI, VDST, SSL, VDTL und CMAS sind die Kürzel für die verschiedenen Verbände des Tauchsports. Die Grundlagen der Ausbildung und Prüfung dieser Institutionen sind zum Teil von der Struktur her unterschiedlich, werden jedoch gegenseitig anerkannt. Viele Tauchschulen und Tauchvereine sind einem der genannten Verbände angeschlossen.

Wie viel kostet ein Kurs zum Tauchen lernen?

Auch bei den Kosten bestehen zwischen den einzelnen Verbänden keine großen Unterschiede. Diese liegen im Schnitt zwischen 350 und 400 Euro für einen Anfängerkurs.

Bei Vereinen ist manchmal sogar die Kursgebühr bereits im Jahresbeitrag enthalten. So müssen dann nur noch die geringen Prüfungsgebühren und die Lehrbücher bezahlt werden, sowie auch die anteiligen Kosten für die Ausfahrten zum Tauchziel.

Die Preise für das Tauchen lernen im Ausland richten sich nach dem jeweiligen Land. Ein Kurs in Indonesien oder Thailand ist meist günstiger als der auf Tahiti oder in Mosambik.

Auf richtige Atemtechnik beim Tauchen lernen kommt es an

Im normalen Situationen atmen wir ganz spontan ein und aus. Manchmal entsteht eine kleine Pause zwischen den einzelnen Vorgängen der Atmung, die wir gar nicht wahrnehmen. Hier sprechen wir von einem geregelten Atemrhythmus. Die Kunst beim Tauchen ist es, diesen Rhythmus auch unter Wasser so entspannt einzuhalten. Daher ist ein wichtiges Detail gleich zu Beginn die Entspannung.

Oft ist gerade das für Anfänger leichter gesagt als getan und viele praktizieren eine echte Sparatmung. Das kann jedoch Folgen haben, denn diese Atmungsart beeinflusst die Tarierung – also den Ausgleich von Auftrieb und Abtrieb.

Aber auch um Lungen-Überdruckverletzungen zu vermeiden, darf der Atem niemals zu lange angehalten werden. Ein entspannter Zustand wird durch das Luft anhalten ebenfalls nicht unterstützt.

Mit einer natürlichen Atemtechnik bleibt man vor allem auch auch leichter und mit viel weniger Bleigewichten unter Wasser.

Die richtige Ausrüstung und Hilfsmittel für das Tauchen

Zur Grundausstattung eines Tauchers gehören in erster Linie eine Maske, Schnorchel und die Flossen. In diesem Bereich gibt es ein umfangreiches Angebot und bedarf daher einer guten Beratung durch einen Fachhandel.

Die Maske sollte dem Gesicht optimal angepasst sein und sich bequem tragen lassen. Sie sollte keine Druckstellen verursachen und vor allem absolut wasserdicht sein. Ein ausreichend vorhandenes Gesichtsfeld ist auch sehr zu empfehlen. Für diejenigen, die auf eine Brille angewiesen sind, gibt es auch Masken mit optischen Gläsern. Diese sind in der Handhabung wesentlich praktischer, als das Tragen der eigenen Brille unter der Maske.

Bei dem Schnorchel ist auf ein gut sitzendes Mundstück zu achten, welches das Atmen deutlich erleichtern kann.

Flossen mit einem eingearbeiteten Fußteil sind eher für das Freibad oder einen Schnorchelausflug geeignet, als für einen echten Tauchgang. Hier bietet die Kombination aus gut sitzenden Neoprenfüßlingen mit Reißverschluss und Flossen mit einem Gummiband an der Ferse die bessere Alternative. Bei dieser Wahl werden die Füße auch bereits auf dem Weg zum Wasser geschont. Die Größe und Steifheit der Flossen sollte der Kraft des Tauchers entsprechend angepasst sein.

Bei dem Taucheranzug ist darauf zu achten, für welche Tauchgewässer man sich entscheidet. Das Wasser entzieht dem Körper grundsätzlich schnell die Wärme. Daher ist es empfehlenswert, sich in manchen Gebieten für einen Tauchanzug aus Neopren zu entscheiden. Für wärmere Gewässer kann ein sogenannter Shorty oder ein zweiteiliger Anzug die passende Variante darstellen.

Die Anschaffung von weiterem Tauchzubehör wie Tauchuhr, Tauchcomputer, Atemregler mit Octopus und Finimeter, Handschuhe, Tauchmesser, Lampe oder UW-Kamera ist davon abhängig, ob man nur mal im Urlaub tauchen möchte, oder den Tauchsport das ganze Jahr über ausüben will.

Sind Armbewegungen und der korrekte Beinschlag beim tauchen lernen wichtig?

Im Gegensatz zum normalen Schwimmen werden die Arme und Hände beim Tauchen nicht zur Fortbewegung eingesetzt. Diese dienen eher zum Halten einer Lampe oder einer Kamera. Aber auch zur Kommunikation und Verständigung unter Wasser gibt es verschiedene Handbewegungen und Zeichen, die nicht nur im Notfall hilfreich sind.

Es gibt unterschiedliche Techniken beim Flossenschlag.

Der am häufigsten genutzte Beinschlag unter den Tauchern ist der sogenannte Flutter-Kick. Hierbei werden die Flossen am gestreckten Bein mit Bewegungen aus der Hüfte auf- und abwärts gelenkt. Diese Technik ist vergleichbar mit den Beinbewegungen beim Kraulschwimmen. Für den Taucher, der sich schnell vorwärts bewegen oder auch schon mal gegen die Strömung schwimmen muss, ist dieser Beinschlag sehr effektiv.

Beim dichten Tauchen am Untergrund wird der Frog-Kick bevorzugt eingesetzt, da dieser nicht so viel Sand vom Boden aufwirbelt und dadurch die Sicht verschlechtert. Hier wird so ein ausreichender Abstand zum Untergrund sichergestellt. Bei diesem Stil werden die Unterschenkel nach oben angewinkelt und die Flossen waagerecht gehalten. Die Flossen werden nicht auf und ab, sondern seitlich bewegt, was wiederum auch sehr kraftsparend ist.

Welche Gefahren entstehen es beim Tauchen?

Beim Tauchen gibt es, wie bei anderen Sportarten auch, gewisse Gefahren. Nur wer sich dieser Risiken bewusst

ist, sie kennt und vor allem beachtet, kann die wunderbare Zeit unter Wasser auch wirklich genießen.

Die richtige Atmung beim Auftauchen

Ein wichtiger Punkt ist das richtige Atmen beim Auftauchen. Befindet sich der Taucher noch an der Wasseroberfläche herrscht dort ein Oberflächendruck von einem bar. Bereits in 10 Metern Wassertiefe sind es dann schon zwei bar. Bei dem Tauchen mit Atemgeräten wird das Volumen der Lunge unter Wasser zwar aufrecht erhalten, aber das Volumen der Luft ändert sich. Atmet der Taucher also beispielsweise in 10 Meter Tiefe sechs Liter Luft ein, dann entspricht dieses einem Volumen von zwölf Litern an der Wasseroberfläche.

Befindet sich ein Taucher in 20 Meter Tiefe, atmet er dort die entsprechende Luftmenge ein. Kommt es dann durch Panik zu einem zu schnellen Auftauchen, wird die Lunge stark überdehnt. Wird durch diese Überdehnung die Luft in den Blutkreislauf gepresst, dann das zu Lähmungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Deshalb stellt beim Tauchen mit Atemgerät das gleichmäßige Ein- und Ausatmen beim Auftrieb eine der wichtigsten Regel dar. Auf gar keinen Fall darf beim Anstieg die Luft angehalten werden.

Eine Verletzung des Trommelfells durch Druckausgleich vermeiden

Ein Riss des Trommelfells kann bereits nach wenigen Metern Wassertiefe entstehen, welcher sich durch ein schmerzhaftes Stechen und auch Pfeifen im Ort bemerkbar macht. Im Normalfall gleicht sich über Wasser der Innenohrdruck und der Außendruck automatisch aus. Da jedoch beim Abtauchen ins Wasser der Außendruck zunimmt, wird das Trommelfell nach innen gebogen und im Innenohr entsteht ein Unterdruck.

Hier muss manuell für einen regelmäßigen Druckausgleich gesorgt werden, um eine solche Verletzung zu vermeiden. Eine einfache und wirkungsvolle Methode ist es, die Nase mit zwei Fingern zuzuhalten und gleichzeitig mit geschlossenem Mund kräftig auszuatmen. Dadurch entsteht ein Überdruck im Nasenrachenraum, die sogenannte Eustachische Röhre wird geöffnet und die Luft kann aus dem Mittelohr wieder entweichen.

Welche Feinde erwarten den Taucher unter Wasser?

Es gibt sicherlich auch einige nicht so freundliche Meeresbewohner, doch die wenigsten dieser Wesen greifen einen Taucher einfach nur mal eben an. Fühlen sich diese Lebewesen jedoch angegriffen, weil man zu nah heran taucht, kann es durchaus zu einem Verteidigungsangriff ihrerseits kommen.

Eine weitere Regel für den Besuch unter Wasser lautet: „Nichts anfassen“. Dadurch können Verletzungen durch giftige Fische vermieden werden. In bestimmten Gewässern ist ein Grundwissen über die dort vorhandene Flora und Fauna durchaus empfehlenswert.

Verletzungen durch Boote verhindern

Verletzungen durch Boote können durch den Einsatz einer einfache Signalboje verhindert werden. Besonders in den Bereichen vor Hotels, wo auch andere Wassersportarten betrieben werden, ist der Einsatz einer solchen Boje äußerst sinnvoll. Mit Hilfe dieses einfachen Zubehörs kann der Taucher bereits vor dem eigentlichen Auftauchen auf sich aufmerksam machen. Doch auch der eigenen Bootscrew kann damit angezeigt werden, wo man wieder auftaucht und an der Wasseroberfläche erscheint.

Sie kann jedoch auch als Rettungsweste eingesetzt werden. Unter der Verwendung eines Reißverschlusses kann diese Boje zu einem Kragen umfunktioniert und als Unterstützung um den Hals gelegt werden. Sie wird ganz einfach mit dem Mund aufgeblasen.

Wer sich beim Tauchen an bestimmte Regeln hält, wird in all diesen genannten Bereichen auch keine Probleme bekommen.




Anzeige

Hier noch weitere und bedeutende Sicherheitshinweise

  • Ein ungeschriebenes Gesetz beim Tauchen lautet: „Tauche nie allein“. Auch ein bereits erfahrener Taucher kann einmal in Schwierigkeiten geraten. Ein Begleiter unter Wasser ist dann in der Lage, schnell einzugreifen, wenn der Betroffene selbst hilflos ist.
  • Einige Sicherheitsregeln beim Tauchen beziehen sich auch auf die Gefahr der Dekompressionskrankheit. Nach einer durchzechten Nacht sollte man besser nicht ins Wasser gehen, da hierdurch die Risiken der Erkrankung deutlich höher liegen. Dagegen sollte man vor einem Tauchgang Getränke ohne Alkohol in ausreichender Menge zu sich nehmen, um eine Austrocknung zu vermeiden.
  • Ein weiterer und absolut wichtiger Sicherheitsfaktor ist es auch, selbst in schwierigen Situationen die Ruhe zu bewahren. Denn unter Wasser ist eine entstandene Panik doppelt so gefährlich wie über Wasser und Probleme lassen sich dadurch auch nicht beseitigen.

Ein Fazit zum Schluss

Im Gegensatz zu der früher geltenden Meinung, gehört der Tauchsport heute nicht mehr in die Kategorie der Extremsportarten. Immer mehr Menschen lassen sich von der Faszination der Unterwasserwelt begeistern und finden Gefallen daran. Somit ist das Tauchen mittlerweile zu einem Breitensport herangewachsen.

Durch das Beachten von ein paar wichtigen Tipps und Hinweisen, ist das Tauchen eine wunderbare Sportart, die man ab einem gewissen Alter und ohne Begrenzung nach oben, sein Leben lang betreiben kann.

Beim Tauchen lernen verhält es sich ähnlich wie beim Autofahren, auch hier lernt man das Fahren erst im Laufe der Zeit durch die nötige Praxis und Erfahrung. Ein Taucher begibt sich hier jedoch in eine komplett andere Welt, in denen andere Gesetze vorhanden sind und die vom Ursprung her, nicht für den Menschen geeignet ist.

All diese Hinweise und Tipps sollen für ein ungetrübtes Tauchvergnügen sorgen. Dabei spielt es keine Rolle ob es darum geht, alte Wracks zu erkunden oder einfach den Artenreichtum unter Wasser zu bewundern.

Hilfreiche Links und Quellen zum Tauchen lernen:

  • https://www.youtube.com/watch?v=19qmUxitx1I
  • https://www.youtube.com/watch?v=_nUOZ_kV0rE
  • http://www.200bar.de/tauchen-lernen/faq_tauchkurs.php
  • http://www.tauchen-lernen.net/
  • https://www.youtube.com/watch?v=JjAiRh5OC1U
  • https://www.welt.de/reise/article155414634/Was-Anfaenger-beim-Tauchen-lernen-beachten-sollten.html
Warum und für wen lohnt es sich, das Tauchen zu erlernen?
4.8 (95%) 12 votes

Comments on this entry are closed.